Herstellung Seide in der Natur
Die Raupen produzieren die Seide in speziellen Drüsen, die sich im Maul der Raupen befinden. Bei der Verpuppung legen die Raupen bis zu 300.000 Windungen aus dünnen Seidenfasern in großen Schlaufen um sich herum. So wird ein Kokon gebildet.
Mit Hilfe von heißem Wasser oder Wasserdampf werden die Raupen in ihren Kokons noch vor dem Schlüpfen abgetötet. So kann gewährleistet werden, dass die Seide nicht beschädigt oder zerrissen wird. Anschließend folgt das Abhaspeln, was das Abwickeln des Seidenfadens in einem Stück beschreibt. Für ca. 250 g Seiden faden werden durchschnittlich 3.000 Kokons benötigt.
Nun muss die Seide gereinigt werden, um den Seidenleim (Sericin) zu entfernen. Dafür wird der Faden in Seifenwasser gekocht. Anschließend erstrahlt die Seide in reinem Weiß. Ein besonderer Nebeneffekt ist, dass die Fäden durch das Kochen noch feiner, geschmeidiger und glänzender werden. Oftmals wird nun die Seide noch chemisch veredelt.
Die Herstellung von Seide ist nun abgeschlossen. Eine weitere Verarbeitung findet in Form von Weben, Einfärben und ähnlichem statt. Die Seide kann nun zu den verschiedensten Produkten weiterverarbeitet werden.


